Baracoa, „Die erste Stadt Kubas“

Baracoa ist die älteste Stadt der Großen Antillen. Das Cruz de Parra, welches Christopher Kolumbus, der Entdecker von Amerika, dort hinterließ, dient als Beweis des Alters von La Primada de Cuba. Die Stadt, die von der Kirche dominiert wird, wurde schon mehrere Male wiederaufgebaut. Baracoa hat aber nicht seine typischen Merkmale verloren: alt, ruhig, einzigartig.

Mit ihren Bewohnern kommen die Aromen von Gerichten, die vor mehreren Generationen erschaffen wurden, in die heutige Zeit an. Lebensmittel, die man sonst in keiner anderen Region finden kann, sind hier üblich: Bohnen mit Kokosmilch, Bacán (eine Pastete), Tetí (ein Fisch)... Der allgemeine Glaube besagt, dass derjenige, der sich im Fluss Miel (einer der vielen Flüsse, die in diesem Gebiet zusammenfließen) badet, immer nach Baracoa zurückkehrt.


  • Essen! Es gibt drei Grundwörter: Kakao, Kokos und Bananen. Beobachte, wie sich Kokospalmen an den Gebäuden ihren Weg nach oben bahnen, als hätten sie Supermächte. Hör den lokalen Musikgruppen dabei zu, wie sie Kiribá spielen (lokale Version des kubanischen Klangs). Probiere den extrem leckeren und handgefertigten Cucurucho, auf Grundlage von Dulce de Coco (Süßigkeit aus Kokosnuss), aber in unzähligen Varianten und Mischungen. Und genieß die vielen Zubereitungen mit der pursten Schokolade, die du auf Kuba probieren wirst.
  • Fahr auf der La Farola, die enorme Straße, die Baracoa besser mit Kuba verbindet. Sie ist eine der sieben Wunder des kubanischen Bauingenieurswesens. Du solltest auch jeden Fall die Cucuruchos aus Kokosnuss probieren, die die Verkäufer am Straßenrand verkaufen.
  • Dort befindet sich außerdem der Yunque (spanisch für: Amboss), der aufgrund seiner besonderen Form unter diesem Namen bekannt ist. Am Fuße dieses Berges solltest du dich hinsetzen und dir bei einem Lied von Elio Revé von deinem iPod (frag vorher nach Changüí), mit einer Flasche Habana Club in der Hand, mit dem kalten Wasser des Flusses Duaba, was deine nackten Füße nass macht, und mit der Vorstellung, dass du für immer an diesem Ort bleiben könntest, einen Sonnenuntergang ansehen.

Es ist ein Naturparadies, das weit von den großen Metropolen entfernt ist und durch La Farola, einem enormen Werk des kubanischen Ingenieurswesens, von der Bezirkshauptstadt Guantánamo getrennt ist. Auch wenn dies eine angemessene Strecke für experimentierfreudige Fahrer ist, gehört sie auch zu den meistbefahrenen Strecken. Eine weitere Möglichkeit ist die Autobahn Moa-Baracoa, obwohl sie aufgrund ihres schlechten Zustands momentan nicht zu empfehlen ist. Wenn du dich dafür entscheidest, mit dem Flugzeug zu kommen, die nationalen Charterflüge landen mehrmals in der Woche am Flughafen Gustavo Rizo. Wenn du einen internationalen Flug hast, plan einen Puffer von zwei Tagen ein, damit du Zeit hast, einen Plan B zu erstellen, falls dein Inlandsflug ausfällt. Denk daran, dass du mehr als 200 km von den internationalen Flughäfen von Santiago de Cuba und Holguín entfernt bist, und 990 km von dem in Havanna.

Baracoa, etwas Inspiration


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