Autofahren auf Kuba

Kuba ist ein außergewöhnliches Land mit einem ganz eigenen Rhythmus und einer eigenen Realität. Wenn Sie auf Kuba mit einem Mietwagen unterwegs sind, kann ein bestimmter Mindset hilfreich sein:

• Seien Sie offen für ein Land, in dem die Dinge nun einmal anders funktionieren als anderswo auf der Welt
• Mit ein wenig Geduld kommt man weiter
• Kitzeln Sie Ihre Abenteuerlust hervor
• Ein Gefühl für Humor hilft immer 

Führerschein
Jeder Autofahrer muss im Besitz einer gültigen nationalen Fahrerlaubnis sein. Ein internationaler Führerschein ist nicht Pflicht. Vergessen Sie nicht, Ihren Führerschein mitzunehmen! Fahrspur/Verkehrsregeln: Auf Kuba fährt man rechts und die Verkehrsregeln sind nahezu identisch mit denen in Europa. 

Straßennetz
Die Straßen sind in der Regel passabel bis gut und abgesehen von den vollen (Haupt-) Verkehrsadern rund um Havanna (die allerdings sehr breit sind) ist der Verkehr ruhig.  

Besonderheiten
Reisende, die den Osten des Landes ansteuern (Santiago de Cuba, Baracoa, Cayo Saetia, Guardalavaca), müssen damit rechnen, dass die Straßen im Osten im Vergleich zum Westen Kubas wesentlich schlechter sind. Ein Beispiel: Weit gen Osten zwischen Guantanamo und Baracoa verläuft eine Panoramastraße; die von Cajobabo nach Baracoa führende Strecke ist unter dem Namen „La Farola“ (wörtlich „die Laterne“) bekannt und durchquert die prächtigen Berge. Aber gleichzeitig ist es eine schmale Serpentinenstraße, und wenn es regnet oder geregnet hat, können sich Straßenlöcher auftun. Dasselbe gilt für die teils unbefestigte Straße zwischen Baracoa und Guardalavaca (über Moa). Die goldene Regel lautet: Fahren Sie vorsichtig und bei Bedarf langsam. Betrachten Sie das Autofahren als ein Erlebnis/Abenteuer an sich und nicht einfach als Methode, um von A nach B zu kommen. Wo auch immer Sie auf Kuba unterwegs sind: Sorgen Sie dafür, dass Sie jeden Tag vor der Dämmerung am Ziel sind. Planen Sie zur Not für die zu fahrende Strecke einen ganzen Tag ein, insbesondere wenn Sie mehr als 200 Kilometer vor sich haben. 

Benzin
Beim Abholen des Autos erhalten Sie Informationen über Tankstellen, die speziell für Besucher aus dem Ausland eingerichtet sind. Benzin muss bar in CUC bezahlt werden. Kreditkarten werden in der Regel nicht zum Zahlen von Benzin akzeptiert (können aber sehr wohl zum Zahlen der Kaution bei der Autovermietung verwendet werden). Wenn die Zahlung mit Kreditkarte doch möglich ist, müssen Sie dabei immer Ihren Reisepass vorzeigen. Bleifreies Benzin wird unter der Bezeichnung „Especial“ angeboten und kostet etwa 1,50 CUC pro Liter (der CUC-Wert ist derzeit ungefähr mit dem EUR zu vergleichen). Bei geplanten langen Strecken empfiehlt es sich, vollzutanken!

Die Schilder und Wegweiser auf Kuba lassen zu wünschen übrig: Schilder sind oft Fehlanzeige, ausgenommen an und in der Nähe von wichtigen touristischen Sehenswürdigkeiten. Doch das Straßennetz auf Kuba ist generell nicht sehr weit verzweigt, sodass man eigentlich nicht viele Auswahlmöglichkeiten in verschiedene Richtungen hat. Die ortsansässigen Einwohner helfen Ihnen buchstäblich gerne auf den richtigen Weg, und sei es mit Händen und Füßen. Vor allem außerhalb der touristischen Gegenden wird fast ausschließlich Spanisch gesprochen! Sprachhilfen:


• geradeaus = recto

• weiter geradeaus = siga recto / todo recto

• links abbiegen =  izquierda

• rechts abbiegen =  derecho

GPS-Systeme sind auf Kuba nicht vorhanden/möglich. GPS auf Ihrem Smartphone oder Tablet ist aber zulässig. Tipp: www.maps.me. Detaillierte und offline verfügbare Karten für Mobilgeräte.

Hinweis: Vor der Anreise nach Kuba herunterladen, da das Internet vor Ort oft langsam oder gar nicht verfügbar ist: 

1) App herunterladen

2) In der App laden Sie die Karte von Kuba zur OFFLINE-Verwendung herunter

Reifenpanne
Eine Reifenpanne kann schließlich immer einmal vorkommen: Wenden Sie sich an den nächstgelegenen Reifendienst „Ponchero“, der den platten Reifen fachmännisch reparieren bzw. auf althergebrachte Weise flicken kann. Lassen Sie niemals einen augenscheinlich hilfsbereiten Kubaner das Auto reparieren!    

Tramper gibt es zwar weniger häufig als früher – zu Zeiten der Wirtschaftskrise in den 1990er Jahren – aber sie stehen nach wie vor in großer Zahl am Wegesrand. Bei großen Kreuzungen und Ausfahrten („Salida“) tut sogar ein sogenannter „Amarillo“ Dienst: Ein gelb gekleideter Verkehrsregler vermittelt den Trampern eine möglichst passende Mitfahrgelegenheit. Denn auf Kuba gilt die ungeschriebene Regel, dass man seinen Mitmenschen immer hilft. Als ausländischer Gast sind Sie natürlich nicht dazu verpflichtet, Tramper mitzunehmen. Aber es kann Ihnen eine wertvolle Erfahrung bescheren, zum Beispiel, wenn Sie ältere Menschen oder Mütter mit Kindern ein Stück weit mitnehmen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, besonders in und rund um Havanna: Denn es gibt auch schlechte Erfahrungen beim Mitnehmen von Trampern, bis hin zu Diebstahl. Bei Trinidad ist ein böser Trick von Trampern bekannt (der aber auch anderswo im Land angewandt wird): Kaum ist der Tramper eingestiegen, ist auch schon ein Reifen an Ihrem Auto platt. Der hilfsbereite Tramper bringt Sie zu einem „Ponchero“, der für die Reifenreparatur einen überhöhten Betrag verlangt. Tramper und „Ponchero“ haben einen Deal miteinander ausgemacht: Der freundliche Tramper hat beim Einsteigen etwas unter Ihre Reifen gelegt. Sie sind also vorgewarnt. Mit gesundem Menschenverstand und Wachsamkeit sind Sie jedoch immer gut unterwegs.


Höchstgeschwindigkeit
Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt auf großen Durchgangsstraßen ca. 80 Kilometer pro Stunde, die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h. Auf Nebenstraßen dürfen Sie nicht schneller als 50 km/h fahren. Bei normalem Tempo schaffen Sie auf Kuba im Schnitt 70 Kilometer pro Stunde. Dabei gilt: Betrachten Sie das Autofahren auf Kuba als integralen Teil Ihres Urlaubs und hetzen Sie nicht! Sorgen Sie immer dafür, vor der Dämmerung am Zielort zu sein. 

Unterwegs
Obwohl auf den kubanischen Straßen weitaus weniger Verkehr herrscht als man dies in Europa gewöhnt ist, ist das Autofahren nicht weniger anstrengend. Einerseits sausen auf Kuba moderne Autos mit 120 km/h an Ihnen vorbei, während Oldtimer kaum 50 km/h schaffen. Andererseits muss man auf den Straßen auch mit Pferdewagen, Radfahrern, frei herumlaufenden Nutztieren und miteinander ein Schwätzchen haltenden Menschen rechnen. 

Achtung!
Dank der Wirtschaftsreformen sind im einst streng kommunistischen Kuba mittlerweile allerlei kommerzielle Privatinitiativen erlaubt, mit denen Sie unterwegs konfrontiert werden: Auf fast allen wichtigen Kreuzungen können urplötzlich Anbieter von Käse, Obst, „Paladares“ (kleine Familienlokale, siehe unter „Paladares“) und Casa Particulares (Bed-and-Breakfast) vor Ihrer Motorhaube auftauchen. Meist geht es dabei gesittet zu, manchmal kann es als störend empfunden werden. Passen Sie vor allem an touristischen Orten wie Viñales und Trinidad auf. Dort wird oft ein wenig zu viel hartnäckige Begeisterung an den Tag gelegt, um die Touristen zu einem Besuch in einem Paladar oder einer Casa Particular zu bewegen: Die Anbieter gehen sogar so weit, Schilder in falscher Richtung anzubringen. Sie schlagen Ihnen dann bereitwillig vor, ein Stück mitzufahren und Ihnen den einzig wahren Weg zu weisen, der dann oft zum eigenen Lokal führt. Lassen Sie sich nicht von den frenetischen Anbietern verrückt machen. Fragen Sie bei Zweifeln einen „normalen“ Passanten nach dem Weg (den Bauern auf dem Wagen, ältere Menschen, Mütter mit Kindern...).

Palardares – Bei den Kubanern daheim essen
„Paladares“ waren einst private Wohnzimmerrestaurants: die traditionellen familiären Lokale bei Kubanern daheim gibt es nach wie vor in ganz Kuba, aber einige solcher Paladares haben inzwischen einen echten Kultstatus. Eines davon ist „La Guarida“ in Havanna, wo der berühmte kubanische Film „Fresa y Chocolate“ („Erdbeer und Schokolade“) gedreht wurde: Ohne Reservierung kommt man hier nicht rein. Unterwegs kommen Sie überall an Paladares vorbei und sie werden überall angepriesen. Die Qualität der Paladares variiert allerdings enorm. Trotzdem ist es nach wie vor eine tolle Erfahrung, die man einfach einmal machen sollte!   

Polizei
Bei einem Unfall oder im Notfall rufen Sie die Polizei. Die Rufnummern erhalten Sie von der Autovermietung. Außerdem müssen Sie mit der Autovermietung und mit unserem Vertreter vor Ort Kontakt aufnehmen. Im seltenen Fall eines Verkehrsdeliktes (wenn Sie sich an die Höchstgeschwindigkeit halten und die Verkehrsregeln einhalten, tritt dies so gut wie nie ein) schreibt der Polizist einen Strafzettel; die Autovermietung verrechnet das Bußgeld mit Ihnen. Zahlen Sie Geldstrafen niemals in bar an einen (Verkehrs-) Polizisten aus.



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